Ausstellung vom 17. April - 16. Oktober 22

 Usedom - Im Spiegel der Malerei und Graphik (1936-1981) aus der Sammlung Otto Niemeyer-Holsteins 


 

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Ausstellungen

 

"Usedom- Im Spiegel der Malerei und Graphik (1936- 1981)" 

17.  April  - 16. Oktober 2022, täglich geöffnet 10-17 Uhr

 

Künstler, die sich Mitte der 1930er Jahre als Freunde und Gleichgesinnte mit ihren Familien auf der Insel Usedom niederlassen, sind mit Otto Manigk, Herbert Wegehaupt,  Karen Schacht und Otto Niemeyer-Holstein diejenigen, die man heute auch als „Usedomer Malschule“ bezeichnet.   

Usedom ist eine Künstlerinsel. Die Usedomer Künstler bilden eine Gemeinschaft, sind eine Freund-schaftsgruppe. Sie finden sich zeitlich später zusammen als die meisten anderen Künstlerkolonien in Europa und stehen doch in deren Tradition. Fast dreißig Jahre sind die Usedomer Maler gemeinsam tätig, entwickeln mit unerschütterlichem Glauben an die Natur und die Würde des Menschen einen unverwechselbaren Malstil, der bis heute seinen Zauber entfaltet.

Tatsächlich ist Lüttenort immer ein Ort der Begegnungen gewesen, des freien, produktiven Gedankenaustausches mit Künstlern und Kunstfreunden – eine geistige Oase in der DDR. Zeugnis des Freundeskreises gibt nicht zuletzt die umfangreiche Sammlung Niemeyer-Holsteins von Bildern und Plastiken bedeutender Zeitgenossen. Diese Sammlung sagt viel über den Künstler selbst, über seinen künstlerischen Werdegang, seine Kontakte und Kunstauffassung. Darüber hinaus spiegelt diese Sammlung einen Teil der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts wieder. Ein Schwerpunkt der Sammlung, die mehr als 700 Plastiken, Skulpturen, Gemälde und Grafiken umfasst, sind die Werke der Usedomer Künstlerfreunde.

Die Ausstellung stellt eine Auswahl aus dieser Sammlung vor, unter dem Focus „Usedom - im Spiegel der Malerei und Graphik“. Unter der Fragestellung, wie sich Usedom im Wandel der Zeiten verändert hat, zeigt die Ausstellung über 48 Werke von 24 Künstlern  aus den Jahren 1936 bis 1981.

 

Für die Sonderausstellung „Otto Niemeyer-Holstein und das Meer“ im Sommer 2023 (15. April – 15.Oktober) werden Leihgaben aus sieben Museen und von drei privaten Leihgebern erwartet.

„Die Malerei Otto Niemeyer-Holsteins gewann in den fünfziger Jahren eine solche Kraft, daß sie, etwa gleichbedeutend den Werken der Dresdner Rosenhauer, Kretzschmar, Wigand und Glöckner, als ein Grundpfeiler der humanistischen Kunst in der DDR empfunden wurde.... Als eine Sonderleistung der Niemeyerschen Malerei erweist sich jenseits jeder Heimattümelei die Darstellung der Ostseeküste. In diesen Bildern hat der Maler sein Bestes gegeben. Sie zeigen Niemeyer-Holstein auf der Höhe seines Könnens. Natureindruck ist in solchen Bildern, die wie eine Hohe Schule der Malerei anmuten, vollkommen umgesetzt in Kunst. Das Motiv ist in der Sprache der Farben vergeistigt. Obgleich die Naturbeobachtung sichtbar bleibt, verliert das Objekt seine gegenständliche Direktheit zugunsten einer Aussage, in der eine feingeistige Interpretation dominiert. Diese Malerei, inspiriert von der Grenzwelt zwischen Land und Meer, weist zuvörderst auf sich selbst und erst dann auf den Gegenstand, den sie darstellt.“ (Prof. Dr. Lothar Lang in „Malerei und Grafik in Ostdeutschland“, Leipzig 2002 )

 

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WV2400a "Lüttenorter Hafen mit Baubude und Frachtkahn" 1936

 

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